Bring Deine Mitarbeiter in die richtige Position

Hast Du Dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob Deine Mitarbeiter alle auf der richtigen Position spielen? Was ich damit meine? Arbeitet jeder Mitarbeiter in Deiner Abteilung entsprechend seinen Möglichkeiten, seinen Stärken, seinen Talenten? Übt er die Tätigkeiten aus, die er am Besten kann oder könnte er gegebenenfalls an anderer Stelle viel effizienter und effektiver eingesetzt werden?

Stell Dir vor, Du wärst die Trainerin einer Fußball-Mannschaft. Hast Du Dich auch schon einmal gefragt, warum immer die Trainer gehen (müssen), wenn die Mannschaft schlecht spielt, bzw. nur verliert und an das Ende der Bundesliga-Tabelle rutscht. (Anmerkung: Dieses Beispiel hätte ich noch vor 5 Jahren niemals angebracht! 😉 Fußball hat mich bis dahin nie interessiert. Inzwischen spielen jedoch meine beiden Jungs Fußball. Und da stehe ich nun als Mama emotional angespannt am Spielfeld-Rand und kann es kaum aushalten….)

Das Team gewinnt!

Als erstes denke ich mir, dass die Spieler doch damit ihr wirklich gutes Geld verdienen. Doch der Einzelne allein kann beim Fußball nicht gewinnen. Das gut eingespielte Team gewinnt, bei dem sich die Spieler im Zweifel „blind“ verstehen. Der Trainer sorgt dafür, dass das funktionieren kann, setzt die Spieler an der richtigen Position ein. Deshalb kann also ein „neuer“ Trainer durch eine Neupositionierung der einzelnen Spieler etwas verändern. Vielleicht hat noch nicht jeder seinen richtigen Platz innerhalb der Mannschaft gehabt. Perspektivwechsel und schon klappt es.

Wertschätzung und wirtschaftlicher Erfolg!

Darauf hat mich neulich ein Kunde (Ja, die habe ich durchaus auch! 😉 ) gebracht. Wir sprachen über die Vorteile mitarbeiterorientierter Führung nicht nur für die Mitarbeiter, sondern gerade auch für die Umsatzsteigerung. Auch er war der Meinung, dass motivierte Mitarbeiter doch letzten Endes viel mehr Leistung zu geben bereit sind als diejenigen, die schlimmstenfalls schon innerlich gekündigt haben. (Ich freue mich ja immer wahnsinnig, wenn ich von positiven Beispielen menschlicher Führung höre, die zeigen, dass es wunderbar funktioniert: Wertschätzung und Interesse an den Mitarbeitern und eben gleichzeitiger wirtschaftlicher Erfolg!)

Als Beispiel erzählte er mir davon, wie er seine Mitarbeiter effektiv umpositioniert hat. Ich war total begeistert und fand anerkennende Worte für seine Vorgehensweise, die sich oft so selten finden lässt. Er fand das ebenfalls schade und meinte, dass doch eigentlich gerade Männer, die ja nun sehr oft Fußball-Fans sind, sich das doch genau dabei mal abgucken könnten… Offensichtlich wird das jedoch viel zu selten reflektiert.

Ein optimal positioniertes Team!

Was hat er also in seiner Abteilung gemacht. Wie üblich gab es von der Unternehmensleitung die Prämisse ein bestimmtes Umsatzziel zu erreichen, welches höher war als im vorherigen Quartal. Er selbst ist sehr ehrgeizig und anspruchsvoll an sich selbst. Setzt sich seine eigenen Ziele eher noch höher. Das überträgt er aber nicht wahllos eins zu eins auf seine Mitarbeiter. Vielmehr hat er viel mit seinen Leuten geredet. Daher wusste er, was sein Team beschäftigt, welche Stärken und Vorlieben jeder hat.

Daher hat er nicht allen gesagt, Ihr müsst mehr verkaufen, sondern hat die Beiden, denen das am Besten lag, die den meisten Spaß daran und die besten Erfolgsquote hatten, damit beauftragt, sich nur noch um die Kunden und die Verkäufe zu kümmern. Und zwei weiteren hat er den Auftrag gegeben, sich dafür um die Verkaufsflächen zu kümmern; also, dass die Regale aufgefüllt werden, dass alles ordentlich und ansprechend aussieht. Darüber hinaus haben diese auch noch weitere Aufgaben in der Zuarbeit für ihn bekommen. Das war für alle Beteiligten äußerst gewinnbringend. Jeder hatte Spaß und als Team, in dem jeder an der richtigen Position eingesetzt war, war das nicht nur förderlich für jeden einzelnen, sondern tatsächlich auch gewinnbringend für das Unternehmen. Das Umsatzziel wurde übertroffen.

Werde eine Profitrainerin!

Wenn Du also auch „Profitrainerin“ werden möchtest, sind die Gespräche mit Deinen Mitarbeitern unerlässlich wichtig. Dadurch lassen sich viele Anhaltspunkte herausfinden, die entsprechend für die Personal-Einsatzplanung genutzt werden können.

Verstehe mich da nicht falsch. Es ist auch wichtig, die Mitarbeiter aus ihrer Komfortzone hinaus zu bewegen und auch mit neuen Aufgaben zu betreuen, die sie sich erst aneignen oder trainieren müssen. Doch die Basis dafür ist zunächst eine „gesicherte“ Position, in der sie sich wohl fühlen und gute Ergebnisse erzielen können. In denen sie Anerkennung für ihre Leistung bekommen. Denn dann können sie sich auch in ihrem persönlich geeigneten Tempo weiter entwickeln.

Sorge für das passende Spielfeld!

Denn – wann traust Du Dich denn, etwas Neues auszuprobieren? Wenn Du Angst hast, Fehler zu machen, weil die sofort kritisiert und hervorgehoben werden? Wenn Du total unter Druck stehst, weil Du jeden Tag über Deine Grenzen hinaus gehen musst, unsicher bist? Wenn Du kein Feedback über Deine Arbeit bekommst? Wohl kaum!

Vielleicht nimmst Du Dir gerade jetzt zum Jahresende die Zeit und führst (!) Gespräche mit Deine Mitarbeitern. Höre zu, was ihre Wünsche und Ziele sind für ihre Arbeit, jetzt und für die Zukunft. Interessiere Dich auch für ihre privaten Interessen, Sorgen, Wünsche. Vielleicht kannst Du da Talente entdecken, Möglichkeiten, die Du Dir niemals hättest vorstellen können. Mache Dir Notizen dazu und lege Dir eine Mitarbeiter-Datei an.

Dann kannst Du im neuen Jahr vielleicht eine ganz neue Mannschaft aufstellen, die optimal ins „Spiel“ kommt?!

 

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Sonnige Grüße

Deine Nicole

 

*Beitragsbild von Gerd Altmann

 

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