Endlich Chefin! Ziel erreicht! Herzlichen Glückwunsch!

Und nun… Was passiert jetzt?

Wahrscheinlich hast Du hart und viel gearbeitet, um diese Position zu bekommen. Du hast Dich gegen Deine Konkurrenz durchgesetzt, bist engagiert und voll motiviert. Voller Stolz über die Anerkennung Deiner Arbeit und der Erreichung Deines Ziels machst Du Dich nun an Deine neue Aufgabe. Nur was ist das nun genau? Zunächst hast Du darauf hin gearbeitet diese Position zu bekommen und Dir vielleicht noch gar nicht sooo viel Gedanken gemacht, was dann passiert?

Heute erzähle ich Dir, wie es mir damals ging und was mir so alles durch den Kopf ging, als ich neu als Kaufmännische Leiterin in der Firma anfing.

 1. Allein im Büro am Schreibtisch

Nachdem mich alle begrüßt hatten (unser Chef war viel unterwegs und nur selten im Haus) und alle gemeinsam ein paar Worte zum Montagmorgen gewechselt hatten, ging jeder an seinen Arbeitsplatz.

So auch ich. Es war niemand da, der mir etwas zeigen konnte. Mit meinem Vorgänger hatte ich mich einmal kurz getroffen. Er hatte mir ein paar Dinge gezeigt. Das war es. Keine weitere Einarbeitung. Was also jetzt tun?

Ich fühlte mich erst einmal allein. Ich wünschte mir jemanden an der Seite, den ich mal etwas fragen kann.

Da hätte ich jetzt ewig mit hadern können. Hätte es mir etwas gebracht? Nein! Also nutzte ich die „Ruhe“ und sichtete erst einmal die vorhandenen Unterlagen. Das war gut so. So wusste ich dadurch auch über die Dinge Bescheid, die vor meiner Zeit passiert sind.

 2. Bin ich dieser Aufgabe überhaupt gewachsen?

 

Bei der Sichtung der Unterlagen, bin ich auch auf die Personalakte meiner Vor-Vorgängerin gestoßen. Als ich den einen oder anderen Vermerk, das Zeugnis usw. las, fühlte ich mich auf einmal ganz klein. Was die alles gemacht hat… Welche Anerkennung sie bekommen hat. Der Zweifel kratzte an meinem Selbstvertrauen. Habe ich mir zu viel zugetraut? Ob mir das jemals gelingen wird?

Keine Ahnung! Wichtig ist in solchen Momenten, sich selbst und seinen Kenntnissen und Erfahrungen zu vertrauen. Sich bewusst zu machen, welche Erfolge man bereits erzielt hat. Klar habe ich das irgendwann alles so gemacht, wie ich das für richtig hielt. Ich habe ganz anders gearbeitet und andere Schwerpunkte gesetzt.

Und rückblickend war das gut so. Ich habe z. B. relativ schnell die Buchhaltung ins Haus geholt und vor Ort gebucht. Als die Anforderungen an das Berichtswesen anspruchsvoller wurden, hatte ich dadurch die Möglichkeit, dies sofort entsprechend anzupassen.

Es ist also durchaus gut, sich selbst zu vertrauen. Ach und als Führungskraft trifft man eben auch Entscheidungen.

 3. Meine Kollegin ist so autoritär und schlagfertig!

Upps! Meine Kollegin aus der anderen Abteilung machte damals deutliche Ansagen. Da gingen die Mitarbeiter schon mal in Deckung. Außerdem hatte sie meist sofort einen flotten Spruch zur Hand.

Da war er wieder, der Nager namens Zweifel! Um ihre Schlagfertigkeit beneidete ich sie schon. Mir fiel spontan nie etwas ein, erst später. 😉 Allerdings kann man das auch trainieren. Und Schlagfertigkeit, die bösartig und beleidigend ist, ist sicherlich nicht erstrebenswert.

Im Vergleich fühlte ich mich manchmal unterlegen. Heute weiß ich, dass das völliger Quatsch ist. Motivation durch Druck hält nur so lange wie der Druck ausgeübt wird. Ist also in Sachen Mitarbeiterführung wenig hilfreich. Außerdem passte so eine Art überhaupt nicht zu mir! Vergleiche darf man also tunlichst unterlassen! Sie bringen uns überhaupt nicht weiter. Deshalb ist es so wichtig, dass wir unsere Stärken kennen und unseren ganz eigenen Führungsstil finden. Sicherlich gehören auch Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen, Diplomatie und Durchhaltevermögen dazu. Nur hilft das alles nicht, wenn ich als Führungskraft nicht authentisch bin und mich andauernd verbiege, weil ich eine „Rolle“ spiele, die nicht zu mir passt.

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 4. Meine Mitarbeiterin mag mich nicht

So! Nun war ich also eine Vorgesetzte. Mögen mich denn die Mitarbeiter? Klar ging mir das auch durch den Kopf. Ganz ehrlich? Es ist, wie überall.

Manche Menschen mögen mich, manche nicht.

Nur ist das nicht ausschlaggebend für meine Kompetenz als Chefin.

Ich wünsche mir von meinen Mitarbeitern Respekt, Vertrauen und Loyalität. Das geht auch ohne uneingeschränkte Sympathie.

Schwierig war bei mir damals nur eine Mitarbeiterin. Da hatte mein Chef mich gewarnt!!!!  Bei Susi musst Du vorsichtig sein!

Wenn ich daran denke, stehen mir noch heute die Haare zu Berge. Ich wusste damals leider nicht, wie ich damit umgehen sollte. Mit meiner heutigen Erfahrung hätte ich gleich direkt mit meinem Chef darüber geredet. Ich hätte die Kompetenzen abgeklärt bzw. erfragt, was er sich denn vorstellt, was das für meinen Umgang mit ihr bedeutet, was er von mir erwartet.

Habe ich damals nicht. Das war äußerst anstrengend. Stets war ich auf der Hut und wusste noch nicht mal vor was. Mit viel Diplomatie und Ausdauer habe ich es geschafft, eine einigermaßen vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Diese Kraft hätte ich gut für andere Aufgaben nutzen können.

Insofern ist es wichtig, einige Kommunikationstechniken zu beherrschen. Aber wie immer das A und O – mein eigenes Selbstvertrauen.

 

 

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Sonnige Grüße

Deine Nicole

 

* Beitragsbild von Sophie Janotta